Aktuelles

Mai 2024

März / April 2024

Das Blühpatenjahr 2023/24 ist zu Ende

Am sonnigen Ostersamstag konnte ich bei der Gartenarbeit, rechtzeitig zum Start in das neue Blühpatenjahr 2024/25, die ersten fleißigen Bienchen und Hummeln beobachten.

Im zeitigen Frühjahr gehören dicke große Hummeln zu den ersten Fliegern. Sie wirken ein wenig unbeholfen auf Ihrem Flug von Blüte zu Blüte. Die Hummeln sind Königinnen, die als Einzige aus ihrem Staat überlebt haben. Sie verlassen schon bei etwa 4 Grad ihr Winterversteck im Boden. Dort haben sie bis zu 30 cm tief eingegraben überwintert. Nun, im kühlen Frühjahr, schützt sie ihr dicker Pelz vorm Auskühlen. Rasch suchen sie laut brummend nach kräftespendendem Nektar.

Februar 2024

Frühlingsvorboten: Die Natur erwacht und erste Insekten sind aktiv

Die Tage werden wieder länger und heller und Anfang Februar herrschten regional schon zweistellige Temperaturen.

Nach einem langen nassen Winter freut sich so gut wie jeder auf die wärmeren Abschnitte im Jahr.

Wenn man aufmerksam durch die Natur geht, sehen wir, dass schon viele Pflanzen den Frühling ankündigen. Während Honigbienen zweistellige Plusgrade bevorzugen, fliegen die ersten Wildbienen und Hummeln bereits ab 6 Grad. Entsprechend wichtig ist ein frühes Nektar- und Pollenangebot.

Kornelkirschen haben bereits in unserem Garten ihre gelben Blüten geöffnet. Auch die Kätzchen-Weiden sind besonders reich an Pollen. Gerne angeflogen werden auch früh blühende Zwiebelblumen, wie Winterlinge, Krokusse und Schneeglöckchen.

Die ersten Sonnenstunden im Jahr verleiten uns gerne schon mal zu den ersten „Aufräumarbeiten“ im Garten – aber lassen sie uns geduldig bleiben. Die Wildbienen und viele andere Insekten überwintern in Erdhöhlen, unter trockenen Blättern und in den Pflanzenstängeln. Sie brauchen noch reichlich Zeit für ihren Neustart ins Leben.

So lassen auch wir unsere Blühfläche noch viele Wochen unberührt.

Dezember 2023

Winterzauber unterbricht Regenmonate: Schnee, Wildbienen und Nisthilfen

Das monatelange Regenwetter wurde Anfang Dezember durch einige Tage „Winterzauber“ mit Schnee und Minustemperaturen unterbrochen.

Wussten Sie schon, dass die meisten Wildbienenarten als Ei, Larve oder Puppe überwintern?

Bei Hummeln oder Hornissen ist es anders – das Volk stirbt ab und die Jungköniginnen suchen nach einem Versteck in der Erde, in Baumhöhlen, Mauerspalten oder auch in Pflanzenstängeln. Lassen wir diese Hohlräume bis in den Frühling in Ruhe, helfen wir allen Entwicklungsstadien.

Wer eine Nisthilfe zu Hause hat, sollte diese in dieser stürmischen und nassen Jahreszeit auf einen festen Stand kontrollieren und darauf achten, dass sie einen möglichst überdachten Standort hat. Wir haben unser Insektenhotel unters Vordach unserer Halle gestellt, um es vor den heftigen Niederschlägen zu schützen. Wichtig: Nisthilfen bitte auf gar keinen Fall ins Warme holen. Das könnte zur Folge haben, dass die Brut frühzeitig schlüpft und mangels Nahrung verstirbt.

Während sich in den Pflanzenstängeln unserer Blühfläche die nächste Wildbienenpopulation entwickeln, nutzen Rehe, Hasen und Fasane die dicht bewachsene Fläche als Schutz bei diesem ungemütlichen Wetter.

September/Oktober/Novbember 2023

Hornissen und Insektenschutz im Herbst

Statt herkömmlichem Herbstwetter brachte der Oktober sehr viel Regen und eine äußerst milde Witterung mit sommerlichen Nuancen. Die Vegetation kleidete sich nur zögerlich herbstlich und so konnten ich noch lange einen regen Bienenflug auf unserer Blühfläche beobachten.

Etwas besorgt entdeckte ich Ende September ein Hornissennest im Mauerwerk unseres Hauses.

Ein Hornissenexperte des NABU versicherte mir, dass diese großen Wespen bei Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln erstaunlich friedfertig seien. So greifen Hornissen niemals grundlos an, sie sind sogar scheuer als Honigbienen und ziehen es immer vor, einem Konflikt durch Flucht auszuweichen. Störungen wie heftige Bewegungen, Blockieren der Flugbahn sowie Erschütterungen am Nest sollten natürlich vermieden werden. Die einheimische Hornisse zählt wegen ihrer akuten Bestandsgefährdung zu den besonders geschützten Arten. Hornissen ernähren ihre Brut mit allen Arten von Insekten wie Fliegen, Wespen, Heuschrecken, Käfern, Raupen, Libellen, etc. Ein gut entwickeltes Hornissenvolk vertilgt bis zu einem halben Kilogramm Insekten am Tag. Erwachsene Tiere ernähren sich vor allem von Pflanzensäften oder auch Fallobst.

Ganz nebenbei übernehmen sie beim Besuch von Blüten die Bestäubung. Im Gegensatz zu Bienen fliegen Hornissen auch bei kühlem Wetter und bestäuben selbst bei Wind und Regen.

Hornissen fliegen auch in der Nacht und selbst bei völliger Dunkelheit.  Sie arbeiten nahezu 24 h am Tag – fast pausenlos sind sie im Einsatz, schaffen Nahrung, Baumaterial und Wasser heran. Hornissen schlafen so gut wie nie. Ca. 20 – 25-mal pro Nacht verfällt das ganze Volk, von der Königin bis zur Arbeiterin, nach einem geheimen Signal hin in eine Art Tiefschlaf.

Nach anfänglicher Skepsis finde ich das Leben der Hornissen sehr faszinierend.

Denken Sie bitte daran – gerade im Herbst können auch Sie den Insekten Gutes tun – durch Nichtstun! In vielen hohlen Stängeln, z.B. von Stauden, überwintern die Larven vieler Wildbienenarten. Würden wir jetzt zurückschneiden und häckseln, dann haben die kleinen Insekten keine Chance. Daher bitte stehenlassen und erst im Frühling zurückschneiden! Auch in Laubhaufen überwintern viele Insekten und Käfer !

 

Juli/August 2023

Blühpatenfest 2023

Herzlich bedanken möchten wir uns bei den diesjährigen Besuchern unseres Blühpatenfestes am 09.Juli 2023.

Es war ein hyggeliges“ Fest mit schönen Begegnungen und angeregten Gesprächen.

Den „Tortenbäckern“ ein herzliches Dankeschön für die Köstlichkeiten an diesem Nachmittag.

Ein Paradies für Insekten und Naturbeobachter

Ein wunderschöner Duft liegt über unserer Blühfläche. Wir können uns nach den ausgiebigen Regenmengen in den letzten Wochen, nun in dieser blüharmen Jahreszeit, über eine üppig blühende Fläche freuen.

Die zu unterschiedlichen Zeiten gesäten Abschnitte bieten ein immer neues Angebot für die Insektenwelt.

Es gibt reichlich Nahrung für Bienen und Schmetterlinge und der gemähte Rundweg in der Fläche lädt zu jeder Zeit zu einem Beobachtungsspaziergang ein. In den Dämmerstunden kann man Eulen und Fledermäuse bei der Jagd über der Blühfläche betrachten.

 

Juni/Juli 2023

Es geht voran!

Gefühlt von der Winterjacke direkt in die kurze Hose, können wir die vielen Sonnenstunden in den letzten Wochen genießen.

Als Bienenfreunde, Landwirte und Gartenbesitzer haben wir jedoch auch sehr mit der Trockenheit zu kämpfen.

Wir sind froh, dass wir wieder in verschiedenen Abschnitten unsere Blühfläche gesät haben und so trotz der wenigen Niederschläge, reichlich Nahrung für unsere Wildbienen anbieten können. Denken Sie bitte an heißen Tagen an das Aufstellen von Wasserstellen für die Insekten- und Vogelwelt.

Auch der Garten bietet reichlich Nahrung für die Bienen und so sind viele schöne entstanden. Neben den Bienen gibt es auch Hasen, Rehe, Fasane und Greifvögel zu beobachten. Eine Schleiereule findet reichlich Nahrung (Mäuse) in der Blühfläche und füttert fleißig ihre fünf Eulenkinder in unserem Eulenkasten auf dem Hof.

Das neue Schild mit den vielen Namen unserer Blühpaten steht auch in diesem Jahr wieder am Feldrand der Blühfläche.

Weltbienentag!

Am 20.Mai ist Weltbienentag!

Wir starten in das vierte Jahr von „Brunsbüttel blüht auf“ und konnten den 1.Abschnitt unserer Blühfläche am 04.Mai 2023 aussäen. Wie auch in den letzten Jahren erfolgt die Aussaat in drei Teilabschnitten, um den Insekten möglichst lange ein Nahrungsangebot bieten zu können.

Unsere Blühmischung enthält in diesem Jahr Senf, Phacelia, Serradella, Erbsen, Lupinen, Wicken, Klee, Sonnenblumen, Leindotter, Kornblumen und Klatschmohn. Die ersten Pflänzchen sind schon zu erkennen.

Aufgrund der Erfahrung vom letzten Jahr haben wir wieder einen Streifen der alten Blühfläche stehen lassen (im Bild links) um auch jetzt schon Nahrung anbieten zu können.